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Was ist der maschinenlesbarer Reisepass? (Aktualisiert 2018)

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie einen solchen Reisepass besitzen ohne es zu wissen. In diesem Artikel erklären wir worum es sich bei diesen Pässen handelt und wie sie funktionieren.

 

Nehmen sie ihren Reisepass hervor und schlagen sie die erste Seite auf. Unter dem Foto und ihren persönlichen Informationen finden sie zwei Reihen von Buchstaben, zufälligen Nummern und oft das gleiche Symbol „<“.

Sie können leicht ihren Namen entschlüsseln, aber was bedeutet der Rest dieser Zeichen?

 

Diese Kennzeichen enthalten einen Teil ihrer persönlichen Daten, verschlüsselt in ein optisches Zeichenerkennungsformat.

Leichter ausgedrückt bedeutet dies, dass diese zwei Linien mit 44 Zeichen von Maschinen gelesen werden können, da es sich um einen maschinenlesbaren Text handelt.

Aber warum sollte sie das interessieren? Dank maschinenlesbaren Reisepässen, einfacher MRP, müssen sie bei Grenzkontrollen nicht lange auf die Bearbeitung ihres Passes warten.

 

Der maschinenlesbare Bereich (MRZ) am unteren Ende ihres Reisepasses enthält lediglich Buchstaben von A bis Z, Zahlen von 0 bis 9 und das füllende Zeichen „<“.

Im Folgenden finden sie einen Leitfaden was diese Zeichen bedeuten:

1. Der Buchstabe „P“ steht für Passport (Reisepass);

2. Die Lücke ist für ein Zeichen vorgesehen, dass den Reisepass Typ beschreibt. Wenn das Land, das den Pass ausgestellt hat keine verschiedenen Typen von Reisepässen kennt wird stattdessen das Zeichen „<“ eingesetzt;

3. Die drei nächsten Zeichen beschreiben mithilfe eines ISO 3166-1 alpha-3 Code das Land, welches den Reisepass ausgestellt hat;

4. Die nächsten 39 Symbole sind für den Vor- und Nachnamen vorgesehen. Zuerst steht der Nachname, welcher durch zwei füllende Zeichen „<“ vom Vornamen getrennt wird. Wenn jemand zwei Vor- oder Nachnamen hat werden diese durch ein einfaches füllendes Zeichen voneinander getrennt. Wenn ein Teil des Namens zu lang ist, kann dieser gekürzt werden, sodass er in die erste Linie des maschinenlesbaren Bereiches passt;

5. Diese neun Zahlen ergeben die Nummer des Reisepasses;

6. Diese Zahl ist die Prüfziffer. Sie wird mithilfe eines Algorithmus ermittelt und ergibt sich aus der Nummer des Passes;

7. Die nächsten drei Zeichen repräsentieren die Nationalität des Inhabers;

8. Diese Zahlen sind der Geburtstag im YYMMDD Format;

9. Als nächstes kommt eine Prüfziffer die sich aus dem Geburtsdatum ergibt.

10. Geschlechte des Pass Besitzers. „M“ für männlich, „F“ für weiblich und „<“ für unspezifisch;

11. Ablaufdatum des Passes im Format YYMMDD;

12. Prüfziffer basierend auf dem Ablaufdatum des Passes;

13. Persönliche Nummer;

14. Prüfziffer basierend auf der persönlichen Nummer;

15. Zuletzt findet man die Prüfziffer für die Positionen 1 bis 10, 14 bis 20 und 22 bis 43 in der zweiten Linie.

 

Transkriptionen sind notwendig, da in der maschinenlesbaren Zone nur Buchstaben von A bis Z erlaubt sind. Hier sind einige Buchstaben und ihre Transkriptionen aufgeführt.

 

å → AA lj → IJ ß → SS
ä , æ → AE → NXX þ → TH
ð → DH ø, œ, ö → OE ü → UE (German) or UXX (Spanish)

 

Darüber hinaus müssen cyrillische und arabische Namen in ihre lateinische Version übersetzt werden.

 

Neben den Reisepässen gibt es noch andere Reisedokumente, die von Maschinen gelesen werden können. Dazu gehören Personalausweise, Passkarten und Visa. Ihre Formate unterscheiden sich, genau wie die Zahl an maschinenlesbaren Ziffern auf ihnen. Des Weiteren gibt es kleine Unterschiede bezüglich der Zeichen. Zum Beispiel haben Visa, die von Maschinen gelesen werden können, als ersten Buchstaben ein „V“ für visa anstatt einem „P“ für passport.

 

Viel Spass beim Entschlüsseln ihres MRZ!

 

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