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ETIAS näher an der Umsetzung

Am 25. April erzielten die Botschafter der Europäischen Union eine Einigung zwischen dem Europäischen Rat und den Vertretern des Europäischen Parlaments über die Einführung eines „European Travel Information and Authorisation System“, bekannt als ETIAS.

 

ETIAS dient als Vorabkontrolle für visumfreie Reisende, die in den Schengen-Raum reisen. Um eine ETIAS-Genehmigung zu erhalten, müssen die Antragsteller einen Online-Antrag ausfüllen und eine Gebühr von 7 € entrichten, wobei das Ziel dieses Online-Systems darin besteht, Anträge innerhalb von 96 Stunden nach der Einreichung entweder zu genehmigen oder abzulehnen.

Der Antrag funktioniert wie folgt: Sobald eine Person einen Antrag über ETIAS einreicht, wird der Antrag automatisch geprüft und mit den von den Regierungen und Interpol gesammelten Informationen verglichen. Sobald der Antrag genehmigt ist, kann die Person für die nächsten drei Jahre (oder bis zum Ablauf der Gültigkeit des Reisepasses, je nachdem, was zuerst eintritt) in den Schengen-Raum, d.h. in die 22 EU-Mitgliedstaaten und weitere Nicht-EU-Staaten (Norwegen, Liechtenstein, Schweiz und Island), einreisen.

 

Auch wenn der Reisende seine Reisegenehmigung erhalten hat, sind es letztendlich die Grenzbeamten, die entweder das Recht auf Einreise gewähren oder nicht. Nicht nur das, sondern auch die Führer von Transportmitteln müssen prüfen, ob ihre Reisenden eine ETIAS-Genehmigung besitzen.

 

Der Hauptgrund für die Einführung dieses Reisegenehmigungssystems ist die Verbesserung der nationalen Sicherheit und die Überwachung von Reisenden aus visumfreien Ländern. Da diese Staatsangehörigen kein reguläres Visum benötigen und in ganz Europa frei reisen können, wird ETIAS als Kontrollsystem dienen, um zu prüfen, wer in den Schengen-Raum einreist.

 

„Indem wir wissen, wer in die EU einreist, bevor überhaupt jemand an der Grenze ankommt, werden wir besser in der Lage sein, diejenigen zu stoppen, die eine Bedrohung für unsere Bürger darstellen“, sagte der bulgarische Innenminister Valentin Radev, wie es in der offiziellen Pressemitteilung heisst.

 

Der nächste Schritt liegt beim Europäischen Parlament, das über die Umsetzung von ETIAS abstimmen muss. Danach wird es dem Europäischen Rat zur Annahme vorgelegt.

 

Die Europäische Union hat sich ein Zieldatum bis 2020 für die vollständige Umsetzung des ETIAS gesetzt.

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