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Deutsche Reisepässe – im Wandel der Zeit

Stellen Sie sich vor, Sie müssen für fast jede Reise im Voraus ein Visum beantragen, strenge Bedingungen erfüllen und sogar damit rechnen, dass Ihr Visumantrag am Ende abgelehnt wird. Für deutsche Bürger bleibt dies glücklicherweise die Ausnahme, da Sie mit einem deutschen Pass in 188 Ländern visafrei reisen können.

 

Aber das war nicht immer der Fall. Der deutsche Pass hat eine 67-jährige Geschichte hinter sich.

 

reisepass_1920_viselio

 

Wie alles begann…

1949

Alles begann mit der Gründung der Bundesrepublik am 23. Mai 1949. Zu dieser Zeit war sie noch von den alliierten Truppen besetzt und wurde erst am 5. Mai 1955 zu einem vollständig autonomen Land.

Trotz der Autonomie musste man seinen Reisepass noch bei den Büros der alliierten Streitkräfte beantragen.

1950

Am 1. Januar 1950 wurde das „Deutsche Amt für Ein- und Ausreiseangelegenheiten“ zur Hauptausstellungsbehörde, nach Angaben des Besatzungsgesetze, stand dieses Büro jedoch noch unter der Kontrolle des Hochkommissariats für Deutschland.

 

Einer der ersten deutschen Reisepässe wurde am 13. Mai 1950 ausgestellt und enthielt ein grünes Passbuch, das für die nächsten 38 Jahre erhalten blieb, bis es 1988 durch eine bordeauxfarbene Dokumentversion der Europäischen Union ersetzt wurde.

1951

Schließlich erhielt der Bund am 1. Februar 1951 von den Alliierten das volle Recht, Pässe auszustellen.

1965

1965 konnte der Besitzer eines deutschen Passes in 21 Ländern visafrei reisen, doch der Pass hatte nur äußerst wenige Sicherheitsmerkmale, die mit dem heutigen Pass nicht vergleichbar sind.

 

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Erste Stufe – Integration der Gesichtsbiometrie

 

Am 22. Juni 2005 verabschiedete die Bundesregierung eine Verordnung zur Einführung biometrischer Pässe; der Bundesrat stimmte am 8. Juli 2005 zu. Der damalige Bundesinnenminister Otto Schily bezeichnete den Kabinettsbeschluss als „einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Nutzung der großen Fortschritte in der Biometrie für die innere Sicherheit“.

 

Auslöser für die Speicherung biometrischer Merkmale in Reisepässen waren vor allem die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigten sich dann auf die Einführung biometrischer Daten für Pässe, Visa und Aufenthaltstitel, um die Identität von Reisenden besser zu überprüfen.

 

Das Inkrafttreten dieser Verordnung im Jahr 2005 wird auch als erste Stufe der Einführung von biometrischen/elektronischen Pässen (E-Pässen) in Deutschland bezeichnet. Zunächst wurde nur eine elektronische Kopie des Passfotos des Passinhabers und die Daten aus dem maschinenlesbaren Bereich elektronisch im Pass gespeichert. Gleichzeitig traten neue Regelungen für – heute als Biometrie bezeichnete – Passfotos (ICAO-konformes Porträt) in Kraft.

 

Die Chip-Integration begann am 1. November 2005. Das im Auftrag des BSI entwickelte Golden Reader Tool steht als internationale Referenzimplementierung als Software zum Lesen der auf dem Chip gespeicherten Informationen zur Verfügung.

 

Zweite Stufe – Integration von Fingerabdrücken

 

Die erste Phase der Einführung von E-Pässen im Jahr 2005 basierte auf einem Erlass des Innenministeriums. Die zweite Stufe der Einführung von biometrischen/elektronischen Pässen, d.h. die zusätzliche Speicherung von Fingerabdrücken im Chip des E-Passes, erforderte eine Gesetzesänderung.

 

 

Fingerabdruck als Identifikationsmerkmal

 

Am 25. Mai 2007 hat der Deutsche Bundestag ein neues Passgesetz verabschiedet.

Der neue Pass enthält neben dem Passfoto auch den Fingerabdruck der Identität des Passinhabers. Bei der Beantragung eines Reisepasses im Bürgerbüro werden zwei Fingerabdrücke mit Hilfe von Fingerabdruckscannern genommen.

 

Bei Kindern unter sechs Jahren werden keine Fingerabdrücke genommen; Kinder bis zwölf Jahre erhalten einen Kinderpass ohne elektronisches Speichermedium (Chip), so dass bei der Beantragung keine Fingerabdrücke erfasst werden.

 

In der Regel gilt, dass wenn keine Fingerabdrücke vorhanden sind, kein Reisepass ausgestellt werden kann. Ausnahmen sind nur aus medizinischen Gründen zulässig.

 

Gleichzeitig wurde am 1. November 2007 die Möglichkeit der Eintragung von Kindern in den Pass aufgehoben. Das Feld Ordens- oder Künstlername entfiel ersatzlos. Auf Initiative der Katholischen Kirche und von Künstlerverbänden wurde dieses Feld am 1. November 2010 in der Neufassung des Personalausweisgesetzes wieder aufgenommen.

 

Die Gültigkeitsdauer für Pässe von jüngeren Antragstellern unter 24 Jahren wurde von fünf auf sechs Jahre erhöht. Antragsteller ab 24 Jahren (bisher 26) erhalten nun einen zehn Jahre gültigen Reisepass. Zudem wurden die offiziellen EU-Sprachen Rumänisch und Bulgarisch in den Pass aufgenommen. Auf der letzten Titelseite wurde eine „Bedienungsanleitung“ eingefügt. Zusätzlich wurden die Seriennummern in zufällige alphanumerische Seriennummern geändert.

 

Innovationen

 

Viele Innovationen sind nur unter besonderer Beleuchtung oder aus einem bestimmten Blickwinkel zu erkennen. So gibt es beispielsweise ein holografisches Portrait, wie beim Personalausweis. Es erscheint neben dem üblichen Foto in Grün mit Schriftzug und dem Namen des Besitzers in Blau. Zu den neuen genialen Sicherheitsmerkmalen gehört, dass einzelne Motive wie der Bundesadler durch Kippen der Datenseite in den Buchstaben D umgewandelt werden können.

 

Neu ist auch ein personalisierter Sicherheitsfaden, der mit der Dokumentnummer und dem Namen des Inhabers versehen ist. Darüber hinaus werden in Zukunft noch hochwertigere Sicherheitspapiere mit Sicherheitsfäden und Wasserzeichen verwendet. Unter ultraviolettem Licht sind weitere Motive wie das Brandenburger Tor und der Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“ zu erkennen.

 

Der deutsche Reisepass

 

  • Hat 32 Seiten (es gibt einen Reisepass mit 48 Seiten für Vielreisende);
  • Enthält einen Chip mit biometrischen Daten (Passfoto und Fingerabdrücke);
  • Kann nicht verlängert, sondern nur neu ausgestellt werden;
  • Muss mindestens weitere sechs Monate gültig sein, um ein ausländisches Visum zu beantragen;
  • Gibt es auch in blauer Farbe für Flüchtlinge ohne anderweitige Dokumente.

 

Die Standardversion des neuen Passes mit 32 Seiten kostet nun 60 Euro für Personen über 24 Jahre und ist 10 Jahre gültig. Bisher lag der Preis für zwölf Jahre bei 59 Euro. Für den Pass mit 48 Seiten, für Vielreisende sind 82 Euro und für die Express-Version 92 Euro erforderlich.

 

Der im März 2017 eingeführte deutsche Pass gilt als einer der fortschrittlichsten und fälschungssichersten Pässe weltweit und ermöglicht die visafreie Einreise oder das Visum bei der Einreise in insgesamt 188 Länder.

 

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